SchneeNebel
Nur kurz habe ich diese Stadt verlassen. Für eine Woche war ich 500 km von ihr entfernt. So sagt es jedenfalls das Bahnticket, das mich nach Lublin brachte. Ich bin Menschen begegnet, habe Spiele gespielt und Kultur erlebt. Der erste Schnee des Jahres hat mich zum Träumen gebracht...

Dort zurück scheint die Stadt verzaubert zu sein. Statt des Schnees, der sich überall ausbreitete, wenn ich zuvor aus dem Zugfenster sah, ist hier nur Nebel. Dickbäuchig liegt er in den Straßen und lässt am frühen Abend alles verlangsamen. Die Trams, die Autos, die Menschen scheinen gefangen zu sein und werden eins mit allem was sie umgibt. Die modisch gekleideten Lifestylemenschen sind von den Bettlern kaum mehr zu unterscheiden und gehen geduckt in Zeitlupe die unendlichen Straßen entlang. Ich gehe langsam, wie ich immer langsam gehe, vom Bahnhof zu meinem Begegnungshaus. Mit mir gehen die Nebelmassen von gleichen Leuten und die fernen Lichter des Verkehrs. An den Wroclaw Arkaden, dem Orientierungspunkt in diesem Teil der Stadt, hängt schon die Weihnachtsbeleuchtung. Ich denke an einen guten alten Weihnachtsmarkt, der mir hier doch sehr fehlt. Oder ist es noch zu früh dazu? Um mich aufzuwärmen gehe ich hindurch, wie früher wenn ich mit den Eltern durch Karstadt oder Horten ging und von mal zu mal mit einer neuen Hörspielkassette hinauskam. Leider sind dort nur Plastiktannen und ein paar rote Kügelchen. Sonst wie üblich grimmige Sicherheitsleute vor Elektroläden. Draußen werde ich wieder zum Nebel und lasse mich langsam nach Hause tragen.
Auch die riesigen Gebäude der Jesuitenkirche und des Hostels wurden verschluckt und wirken in meiner Wahrnehmung um so größer. Dort verschwinde ich eine Weile und ruhe mich aus. Bis zur nächsten Begegnung. Bis zum nächsten Morgen.

Dort zurück scheint die Stadt verzaubert zu sein. Statt des Schnees, der sich überall ausbreitete, wenn ich zuvor aus dem Zugfenster sah, ist hier nur Nebel. Dickbäuchig liegt er in den Straßen und lässt am frühen Abend alles verlangsamen. Die Trams, die Autos, die Menschen scheinen gefangen zu sein und werden eins mit allem was sie umgibt. Die modisch gekleideten Lifestylemenschen sind von den Bettlern kaum mehr zu unterscheiden und gehen geduckt in Zeitlupe die unendlichen Straßen entlang. Ich gehe langsam, wie ich immer langsam gehe, vom Bahnhof zu meinem Begegnungshaus. Mit mir gehen die Nebelmassen von gleichen Leuten und die fernen Lichter des Verkehrs. An den Wroclaw Arkaden, dem Orientierungspunkt in diesem Teil der Stadt, hängt schon die Weihnachtsbeleuchtung. Ich denke an einen guten alten Weihnachtsmarkt, der mir hier doch sehr fehlt. Oder ist es noch zu früh dazu? Um mich aufzuwärmen gehe ich hindurch, wie früher wenn ich mit den Eltern durch Karstadt oder Horten ging und von mal zu mal mit einer neuen Hörspielkassette hinauskam. Leider sind dort nur Plastiktannen und ein paar rote Kügelchen. Sonst wie üblich grimmige Sicherheitsleute vor Elektroläden. Draußen werde ich wieder zum Nebel und lasse mich langsam nach Hause tragen.
Auch die riesigen Gebäude der Jesuitenkirche und des Hostels wurden verschluckt und wirken in meiner Wahrnehmung um so größer. Dort verschwinde ich eine Weile und ruhe mich aus. Bis zur nächsten Begegnung. Bis zum nächsten Morgen.
andrzej kruzel - 21. Nov, 12:38
